Filarien PCR: positiv - was nun?

 

 

Aus gegebener Veranlassung ist es wichtig, hier Aufklärung zu betreiben, da auch viele TÄ sich damit nicht auskennen und generell davon ausgehen, dass es sich zwangsweise um einen Befall mit dem gefährlichen Herzwurm handelt.

Doch so wie es verschiedene Testverfahren auf Filarien gibt, so gibt es auch sehr verschiedene Filarienarten (Fadenwürmer).


So werden bei einer PCR auf Filarien z.B. bei Laboklin folgende Erreger identifiziert:

Dirofilaria immitis (Herzwurm), Dirofilaria repens (Hautwurm), Dipetalonema (Acanthocheilonema) reconditum und Dipetalonema (A.) dracunculoides.

 

Ein Ergebnis könnte wie folgt aussehen:
Filarien PCR : positiv geringer - mittlerer – hoher Befall


In jedem Fall ist es wichtig, aufgrund dieses Befundes zuerst einmal eine Differenzierung der Filarienart beim Labor in Auftrag zu geben. Denn neben der gefährlichen Filarienart D. immitis sind die 3 anderen wesentlich weniger pathogen und leichter zu behandeln.
 

Sollte tatsächlich ein Nachweis auf Dirofilaria immitis erfolgen, so sind weitere Tests nötig. Beim Knott-Test werden die Mikrofilarien nachgewiesen, ein AG-Nachweis liefert den Befund auf adulte Makrofilarien.
Auf die verschiedenen Filarienarten und deren Behandlung werde ich in den nächsten Posts eingehen, da sich auch gerade bei der Behandlung der Herzwurmerkrankung schonendere Therapien erfolgreich etabliert haben.

 

Quelle: Leishmaniose beim Hund

 

 

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