Benny

Benny in seinem neuen, alten Zuhause

Mindestens 8 Jahre in Rumänien auf der Strasse, wer weiss wie lange in einem rumänischen Shelter.

Glücklicherweise nach Deutschland auf einen Gnadenhof 'gekarrt' , dort hat es ihm nicht gefallen, er ist ausgebüchst ... die Geschichte kennt ihr .

 

Seit 1 1/2 Jahren auf einer Pflegestelle, jetzt sein Zuhause, es war nicht immer einfach.

 

Wenn mir vor einem Jahr jemand gesagt hätte, dass ich mich freue ihm zu sagen, dass er hier bleiben darf, hätte ich wahrscheinlich laut gelacht.

Er hatte grosse Angst vor Menschen, wollte weg, eingesperrt sein in einem Haus, Zaun um den Garten, all das hat ihm Angst gemacht. Er hatte Angst um sein bisschen Leben.

Ich musste mir diesen tollen Hund verdienen, er hat sich keinen Millimeter verborgen.

Lieb mich wie ich bin, sonst werde ich immer Fremder in deinem Haus bleiben.

 

Benny ist angekommen, liebt es immernoch bei Wind und Wetter draußen zu sein. Liebt es aber auch, wenn die kaputten Knochen, nachdem seine Seele von dem sicherlich schweren Leben auf der Strasse geträumt hat, satt auf einem orthopädischen Bett vor der Heizung zu liegen mit Hundefreunden eng an ihn gekuschelt.

 

Man kann den Hund von der Strasse nehmen, aber die Strasse nicht aus dem Hund.

 

Ich habe viel von diesem verbauten, krätzigen, sehr eigenen, alten Hund gelernt.

Wir massen uns an zu wissen, beibringen zu können, das Leben mit uns, mit unseren Vorstellungen von Zusammenleben trainieren zu können...

Hunde, die eine solche Geschichte haben brauchen keinen Trainer, sie brauchen jemanden der ihnen zuhört, wenn sie ihre Geschichte erzählen.

 

Nehmt euch zurück und lernt kennen, lasst kommen...

 

Ich lasse ihn sein Leben, draußen führen (über Tag ist er draußen wenn es möglich ist) und freue mich, wenn er meine Gesellschaft sucht. Mittlerweile kommt er zu jedem Besucher mit Hoffnung auf Leckerchen, lässt sich von jedem streicheln.

Jedes wedeln mit dem Schwanz von diesem liebenswerten, pelzigen Lehrer ist Balsam für die Seele

 

Berthe und Raphael

Berthe und Raffael kamen vor 3 Jahren zu uns als ca. 8-10 Monate alte Geschwister. Die beiden waren sehr scheu, da es Winter war, wir sie kastrieren ließen und Berthe am Bauch komplett rasiert war, beschlossen wir, sie drinnen zu lassen bis es etwas wärmer wird. In dieser Zeit, haben sich die beiden in ihrer Pflegestelle sehr gut eingelebt, Pflegefrauchen konnte sich Stück für Stück annähern.

Leider sind beide was fremde Menschen betrifft noch mega scheu.

Im darauffolgenden Frühling wurde beiden Freigang ermöglicht, was für Raffael bei zwei Ausflügen fast tödlich endete, er war beide Male fast zwei Wochen verschwunden und kam bis auf die Knochen abgemagert zurück, danach wollte er nicht mehr vor die Tür.

Berthe war den ganzen Sommer sehr zum Leid von Raffael unterwegs, kam und ging.. wie Freigänger das so machen.

Raffael stand ständig auf der Treppe und hat auf sie gewartet oder stand auf dem Balkon und hat Ausschau nach ihr gehalten. Die beiden lieben sich sehr, Begrüßungen wenn sie heim kam waren immer sehr herzig.

Dann kam der Tag als es Interessenten für Raffael gab, sehr nette Leute, wohnhaft in einem kleinen Dorf. Vorbesuch super, nun stand der Termin fest wann Raffael umziehen sollte, ich habe mich sehr gegrämt die beiden zu trennen, aber jemanden zu finden der eine nicht sehr zugängliche Katze adoptiert ist wie ein 6er im Lotto. Ein Tag bevor der Umzug stattfinden sollte ist Raffael sehr krank geworden, Fieber, blasse Schleimhäute, entzündete Augen, er hat nicht gefressen…. Tierarztbesuche sind für die beiden die Hölle, weil sie wie gesagt große Angst haben vor fremden Menschen.

 

Nach einer Woche aufatmen, es geht ihm besser, in der ganzen Zeit lag Berthe bei ihm, hat ihn geputzt, ist nicht von seiner Seite gewichen…. Lange Rede kurzer Sinn. Ich kann die beiden nicht trennen und ein Umzug auf einen Bauernhof wäre für Raffael wahrscheinlich auch wieder mega Stress, da er draußen nicht klar kommt.

 

Berthe geht seit letztem Sommer nicht mehr raus, auch wenn Türen offen stehen, warum… ich kann es nicht sagen. Da sich beide hier sehr wohl fühlen, im Haus herum tollen, auch mit den Hunden, habe ich beschlossen, dass sie hier bleiben dürfen als Gnadenbrottiere. Durch mein Haus sind über die Jahre mindestens 100 Katzen gegangen, alle haben ein gutes Zuhause gefunden, für diese beiden hat es einfach nicht funktioniert. Sie waren schon fast erwachsen als sie hier her kamen, es ist bei vielen Katzen unmöglich sich noch an den Menschen zu gewöhnen in dem Alter, die beiden Geschwister haben es nach langer Zeit geschafft wenigsten die Angst vor mir und den Hunden zu verlieren, sie umzusetzen wäre ein riesen Einschnitt der ihr Leben verändern würde und ich befürchte nicht zum Guten.

 

 

Rudi

Der nächste Kandidat ist Rudi…

wer den Namen hört zieht den Kopf ein

Der Kater kam im Alter von ca. 1 Jahre liegend abgemagert auf 1,3 Kilo zu mir. Nach einem mehrwöchigen Kampf haben wir gewonnen, er konnte selbständig fressen, ABER der Kater war wild und vor allem sehr aggressiv. Wiederum mitten im Winter… was tun, ihn dorthin zurück bringen wo er her kam, keine Chance , also kann er hier bleiben bis zum Frühling. Das Bad mit ihm zu teilen war nicht

immer spassig, da er unberechenbar war und ist. Wirklich streicheln hat er sich nie gelassen, manchmal wenn er wohlgesonnen ist, darf ich ihm über den Rücken streicheln.

Da auch er aber obwohl er sich nicht wirklich schmusen lässt, sehr gesellig ist, Rudi liebt die Hunde von Tag 1 an (mehr als mich), rennt im Haus umher und stellt die seltsamsten Sachen an. Interessenten sind aber leider durch die Tatsache, dass er auch mal aufzieht wenn er nicht angefasst werden will immer abgeschreckt, also hab ich ihn dann im Frühling raus gelassen.

 

Rudi bewacht das Haus wie ein Dobermann, stellt sich auf die Treppe und lässt ein wen er leiden kann, der Rest muss von unten um Hilfe rufen. Er patrouilliert die ganze Straße und geht dem Teufel vor die Küchentür, Leute wechseln die Straßenseite… NICHT wegen den Hunden.

Da seine Palette an Unarten wirklich den Rahmen sprengt, schließe ich hier. Der Kater ist nicht vermittelbar, an manchen Tage verfluche ich den Tag als er mir gebracht wurde, an anderen amüsiere ich mich sehr über darüber wie er sich aufführt. Rudi hat denke ich durch die Unterernährung einen Schaden genommen und man kann ihm nicht wirklich böse sein.

 

Pavel

Pavels Familie hat sich getrennt, dazu kam ein viertes Kind. Pavel ist 15 Jahre, teilweise dement und inkontinent.

Der alte Hund hat nicht mehr ins Familienkonzept gepasst und lebt jetzt seit einem Jahr auf seinem Gnadenplatz.

Pavel erfreut sich bester Gesundheit, er ist anstrengend, keine Frage, aber er ist absolut goldig und sorgt jeden Tag für Unterhaltung.

Wir haben eine Spaziergängerin die sich um ihn kümmert, Pavel läuft noch richtig große Runden von ner Stunde in Gesellschaft von unserer alten Soffi. Auf dem Rückweg wird er immer schneller, hat Angst Zuhause gibt es etwas zu fressen und er bekommt nichts ab davon.

 

Soffi

Oma Soffi wurde im Februar

17 Jahre alt.

 

Bereits alt, fast blind und taub kam sie vor 1 1/2 Jahren übers Vetamt mit ihrer Schwester, die leider im Januar 2020

 

gestorben ist, zu uns.

 

Wir dachten, dass ihre Zeit bald abgelaufen ist, deshalb durfte sie auf ihrer Pflegestelle bleiben.

Eines Besseren hat sie uns belehrt, gehofft hab ich, dass sie die Sonne im Sommer letztes Jahr nochmal genießen kann, sie liebt es im warmen Gras zu schlafen... jetzt hab ich Hoffnung dass sie den Frühling riechen und erleben darf.

Birgit Frühauf läuft oft mit ihr und dem fast genau so alten Parvel, der nicht mehr ins neue Familienkonzept passte, sie hat Soffi einen Schal gestrickt dafür Danke

Sina

Unsere Tierärztin im Saarland hat uns angerufen, dass eine alte Hündin zu ihr gebracht wurde die sie einschläfern sollte. Da die Hündin zwar alt ist und eine große Zahnsanierung ansteht, die wahrschlich einige hundert Euro kostet, aber ansonsten nicht in einem Zustand ist der es rechtfertigt die Hündin einzuschläfern. Wir haben sie übernommen, und ihre Zähne richten lassen.

Sina lebt seitdem auf einer Pflegestelle, bekommt mittlerweile Herztabletten, erfreut sich ansonsten ihres Lebens

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